
GEW fordert 10 Punkte-Aktionsplan
Saarbrücken – Der Sonderbericht des Saarländischen Rechnungshofs zur Lehrkräftegewinnung zeigt aus Sicht der GEW erneut: Das Saarland braucht eine grundlegende Strategie gegen den Lehrkräftemangel. ...
Die GEW Saarland fordert einen verbindlichen 10-Punkte-Aktionsplan, der Ausbildung, Bezahlung, Personalgewinnung und Entlastung zusammen denkt.
„Der Rechnungshof bestätigt, was die Beschäftigten an den Schulen täglich erleben: Es fehlt an Lehrkräften, die Arbeitsbelastung ist zu hoch und die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus. Die Landesregierung muss jetzt handeln“, fordert GEW-Landesvorsitzende Max Hewer.
Der 10-Punkte-Aktionsplan der GEW
- Lehrstuhl für Sonderpädagogik an der Universität des Saarlandes schaffen, um nachhaltig mehr Nachwuchs für Förderschulen und Inklusion auszubilden.
- Quereinsteigerprogramm ausbauen und Seiteneinsteigerprogramm für Mangelfächer schaffen – mit verlässlicher pädagogischer Qualifizierung und Begleitung.
- Besoldung an den Bundesdurchschnitt angleichen (amtsangemessene Alimentation), damit das Saarland im Wettbewerb um Lehrkräfte nicht weiter ins Hintertreffen gerät.
- A13 Besoldung für Grund- und Hauptschullehrkräfte als Zeichen der Wertschätzung und zur Steigerung der Attraktivität des Berufs.
- Offensive Werbekampagne für den Lehrerberuf mit einem zentralen Online-Portal zu Studium, Ausbildung, Beruf und Einstellungsmöglichkeiten.
- Multiprofessionelle Teams ausbauen, insbesondere für Sprachförderung und zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedarfen.
- Schulassistenzen flächendeckend implementieren, damit Lehrkräfte von Verwaltungs- und Unterstützungsaufgaben entlastet werden.
- „Digitale Hausmeister“ an Schulen etablieren, um technische und organisatorische Aufgaben effizienter zu bewältigen.
- Zusätzliche Verwaltungsstellen im Bildungsministerium schaffen, damit Abordnungen von Lehrkräften aus dem Schulbetrieb reduziert werden können.
- Familienfreundlichkeit stärken durch eine landesweite Dienstvereinbarung „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.
Die GEW fordert die Landesregierung auf, gemeinsam mit den Gewerkschaften einen verbindlichen Zeit- und Maßnahmenplan für die zehn Punkte zu erarbeiten. „Lehrkräfte gewinnt und hält man mit guten Arbeitsbedingungen, konkurrenzfähiger Bezahlung, professioneller Unterstützung und verlässlichen Karriereperspektiven“, so Max Hewer abschließend.“









