IT-Gipfel - Nach der Show ruft die Pflicht!

Damit die auf dem IT-Gipfel mehrfach angekündigte bessere IT-Ausstattung der Schulen nicht zur Luftnummer wird, müssen die mit dem Digitalpakt versprochenen Milliarden auch schleunigst in Richtung ...

Länder und Kommunen fließen. Als Ausrichter des IT-Gipfels steht die saarländische Landesregierung jetzt in der Pflicht gemeinsam mit den anderen Ländern und dem Bund ein Gesamtpaket aus Schulsanierung, Schulsozialarbeit und digitaler Ausstattung zu schnüren. Dabei darf es nicht nur um die Ausstattung mit WLAN und Tablets gehen. Notwendig ist auch eine pädagogische Debatte um Chancen und Risiken der Digitalisierung.

„Die Fehler der Vergangenheit dürfen nicht wiederholt werden. Wir warnen davor, Schulen öffentlichkeitswirksam auszustatten, die Lehrkräfte dann aber mit der Wartung und Erneuerung im Regen stehen zu lassen. Schulen brauchen verlässliche Unterstützung durch IT-Fachkräfte“ mahnte Thomas Bock, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland.

Äußerst kritisch betrachtet die GEW die im Landeskonzept Medienbildung für die Ausstattung der Schulen vorgesehenen öffentlich-privaten Partnerschaften. Der öffentliche Bildungsbereich darf sich nicht in Abhängigkeiten privater Unternehmen der IT-Branche begeben.

Zudem macht die GEW darauf aufmerksam, dass sich auch im Bildungsbereich die Erwartung breit gemacht habe, dass Beschäftigte immer erreichbar sein müssten. Diesen Wildwuchs gilt es durch entsprechende Dienst- bzw.Betriebsvereinbarung schleunigst zu beseitigen.

„Menschen, die nicht von der Arbeit abschalten dürfen, werden krank“. so der GEW-Landesvorsitzende.