Aus- und Weiterbildung von Lehrern stärken

Mit wachsenden Herausforderungen an den Schulen steigen die Anforderungen an die Unterrichtenden. Die GEW fordert daher eine Reform der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften. 

 Sind die Phasen der LehrerInnenausbildung sinnvoll gewichtet? Wie kann Inklusion flächendeckend umgesetzt werden? Und wie können Theorie und Praxis im Lehramtsstudium besser miteinander verknüpft werden? Eine innovative Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte stand im Mittelpunkt der Fachtagung des "Zukunftsforums Lehrer_innenbildung" in Berlin. "Lehrerinnen und Lehrer sollen in der Lage sein, jedes Kind individuell zu fördern", sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. "Das kommt aber nicht von allein. Alle Stadien der LehrerInnenaus- und Weiterbildung müssen daher auf den Prüfstand." In einem Thesenpapier benennt die GEW notwendige Reformen für eine höhere Qualität in der Lehrkräftebildung. Dazu gehören unter anderem: Inklusion muss als phasenübergreifendes Thema für alle Lehrämter eine wichtige Rolle spielen Unterschiede bei Studiendauer und Bezahlung verschiedener Lehrämter sollen durch Strukturreformen aufgehoben werden Auch im Bereich Erwachsenen- und Hochschulbildung sind Qualitätsverbesserungen und Strukturreformen notwendig Unterstützt wurde der Ruf nach einer Verbesserung der LehrerInnenbildung von dem Bildungsforscher der Universität Münster, Ewald Terhart. "Die Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte ist im internationalen Vergleich völlig unterentwickelt", betonte Terhart. "Diese Asymmetrie ist eines der grundlegenden Probleme in Deutschland." Beim nächsten Gewerkschaftstag im Mai 2017 in Freiburg sollen die vom "Zukunftsforum Lehrer_innenbildung" entwickelten Leitlinien beschlossen werden.