Aussetzen des Stellenabbaus reicht nicht aus

Landesregierung setzt die Zukunftsfähigkeit unseres Landes aufs Spiel! 
Die Ankündigung der Landesregierung, im Doppelhaushalt 2019/2020 kein Geld für zusätzliche Stellen im Schulbereich...

einzusetzen, ist nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, der falsche Weg.

„Wir brauchen zusätzliches Personal, vor allem in besonders belasteten Schulen“, so Birgit Jenni, Vorsitzende der GEW-Saarland; „Das Aussetzen des Stellenabbaus allein reicht nicht aus“. Die GEW rechnet in den nächsten Jahren mit einem weiteren Anstieg der Schüler_innenzahlen, obwohl er moderat ausfallen wird, doch personalisiert werden muss.

Auch die Ankündigung der Landesregierung, dass multiprofessionelle Teams ab 2020/21 zur Verbesserung der Lage an den Schulen beitragen sollen, ist nach ihrer Ansicht kein gutes Signal. „Wir brauchen jetzt zusätzliche Lehrerstellen und multiprofessionelle Teams und nicht erst in 2 Jahren“, bekräftigte Birgit Jenni.

Angesichts der Lage an den Schulen muss die Landesregierung endlich ihrer Verantwortung gerecht werden und für eine den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen angemessene Personalausstattung der Schule sorgen – anstatt nur auf die schwarze Null zu schielen. Die Bildung und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen muss Vorrang haben vor der Tilgung von Altschulden, zumal der Tilgungsbetrag angesichts des Schuldenberges letztlich gering erscheint.

„Mit einem Viertel des Betrages, der zur Schuldentilgung vorgesehen ist, könnte man die Situation an den Schulen schon deutlich verbessern, denn Ausgaben für Bildung sind Investitionen in die Zukunft“, so Birgit Jenni abschließend.

Selbst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte  letzte Woche in einer Rede am 14.06.2018 den Ländern folgende Hausaufgabe mit auf den Weg gegeben: "Schule sollte ein guter Ort des Lernens und Zusammenlebens sein. Deshalb muss uns gute Schule künftig mehr wert sein, als das heute der Fall ist. Alle Verantwortlichen in Ländern und Kommunen sollten jetzt gemeinsam handeln: mehr investieren in die Infrastruktur von Schulen, mehr investieren in neue Lehrerstellen, mehr investieren in Schulsozialarbeit. Das ist eine Investition in die Zukunft von uns allen!"