
GEW kritisiert Mettlacher Gemeinderat
Die GEW in Saarland zeigt sich besorgt über das Abstimmungsverhalten von CDU und AfD im Mettlacher Gemeinderat zur Benennung der neuen Kindertagesstätte. Mit ihren Stimmen wurde beschlossen, dass die neue Kita künftig ...
den Namen „Montclair“ tragen soll – gegen den ausdrücklichen Wunsch der beteiligten Kinder, die den Namen „Haselmaus“ vorgeschlagen hatten.
Besonders irritierend ist dabei, dass der Vorschlag „Haselmaus“ nicht nur aus der Lebenswelt der Kinder entstand, sondern auch einen direkten Bezug zum Neubau der Einrichtung hatte: Während der Bauarbeiten mussten tatsächlich Haselmäuse, die auf dem Gelände entdeckt worden waren, umgesiedelt werden. Der Name war damit kreativ, kindgerecht und eng mit der Geschichte des Ortes verbunden.
Die Bildungsgewerkschaft kritisiert, dass CDU und AfD gemeinsam den Vorschlag der Kinder überstimmt haben. SPD und Freie Wähler hatten sich hingegen für den Namen ausgesprochen, den die Kinder selbst entwickelt hatten. „Wenn CDU und AfD gemeinsam den Willen von Kindern niederstimmen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn junge Menschen früh erfahren, dass ihre Stimme offenbar nicht zählt. Selbst bei Namensgebung für Kitas gibt es wohl keine Brandmauer gegen rechts. Das ist beschämend“, erklärt der Landesvorsitzende Max Hewer. „Kinderrechte und demokratische Teilhabe dürfen keine bloßen Sonntagsreden bleiben. Wer Beteiligung verspricht, muss Kinder auch ernst nehmen.“
Die Gewerkschaft warnt davor, demokratische Beteiligungsprozesse bereits im frühen Kindesalter zu entwerten. Gerade Kindertagesstätten seien Orte, an denen Mitbestimmung, Gemeinschaft und demokratische Kultur gelebt werden sollten.
Die Bildungsgewerkschaft fordert die demokratischen Parteien auf, sich klar von einer politischen Zusammenarbeit mit der AfD zu distanzieren und Kinderbeteiligung nicht symbolisch, sondern verbindlich zu gestalten.









