
GEW begrüßt geplante Einführung von A13/E13
Saarbrücken – Die GEW Saarland begrüßt die angekündigte Einführung von A13/E13 für Grund- und Hauptschullehrkräfte im Saarland ausdrücklich. Damit wird eine langjährige Forderung der GEW endlich erfüllt und ein wichtiger Schritt zu mehr...
Gerechtigkeit im Bildungssystem gegangen. „Die Einführung von A13/E13 ist ein großer Erfolg für die betroffenen Lehrkräfte und zugleich das Ergebnis jahrelanger gewerkschaftlicher Arbeit und beharrlichen Drucks“, erklärt der Landesvorsitzende Max Hewer. „Die Landesregierung erkennt damit endlich an, dass die Arbeit von Grundschullehr- und Hauptschullehrkräften gleichwertig mit der Arbeit an anderen Schulformen ist.“
Von der bisherigen niedrigeren Eingruppierung waren im Saarland rund 2.200 Lehrkräfte an Grundschulen sowie zahlreiche weitere Lehrkräfte und Leitungskräfte betroffen. Besonders begrüßt die GEW, dass mit der Entscheidung auch ein wichtiger Beitrag zur Beseitigung struktureller Benachteiligungen geleistet wird. An Grundschulen arbeiten überwiegend Frauen, weshalb die bisherige Besoldungspraxis aus Sicht der GEW nicht mehr zeitgemäß war. Uta Sullenberger, Vorsitzende der Fachgruppe Grundschulen der GEW Saarland, erklärt: „Für viele Kolleginnen und Kollegen ist diese Entscheidung ein längst überfälliges Signal der Wertschätzung. Die GEW hat immer deutlich gemacht: Gleiche Arbeit muss auch gleich bezahlt werden.“
Gleichzeitig betont die GEW, dass mit der politischen Entscheidung nun zahlreiche konkrete Fragen geklärt werden müssen. Dazu gehören insbesondere die Ausgestaltung des Zeitplans, Übergangsregelungen, Beförderungsämter, Auswirkungen auf Funktionsstellen sowie die Einbindung weiterer Lehrkräftegruppen. „Jetzt kommt es darauf an, die Umsetzung fair, transparent und im Sinne der Beschäftigten zu gestalten“, so Hewer weiter. „Die GEW wird hierzu zeitnah das Gespräch mit Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und der Landesregierung suchen und sich konstruktiv in den weiteren Prozess einbringen.“
Auch für Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen sieht die GEW weiterhin Handlungsbedarf. Die Besoldungsungerechtigkeit für Hauptschullehrkräfte müsse ebenfalls beendet werden. Für die GEW Saarland steht fest: Die Einführung von A13/E13 ist ein bildungspolitisch wichtiges Signal für mehr Attraktivität des Lehrerberufs und für mehr Gerechtigkeit im saarländischen Bildungssystem.









