GEW fordert mehr qualifiziertes Personal

Saarbrücken - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, begrüßt, dass eine moderate Erhöhung der Elternbeiträge erst nach dem Schuljahr 2026/2027 erfolgt und danach sozialverträglich gestaffelt ist. ...

Darauf hat die Bildungsgewerkschaft im Zuge des Novellierungsvorhabens auch deutlich gedrängt. Um jedoch die Qualität, gerade im Hinblick auf den kommenden Rechtsanspruch, zu sichern, ist es unumgänglich, die Bildungsausgaben generell zu erhöhen und wesentlich mehr Personal zu qualifizieren, das sowohl im gebundenen Ganztag als auch in der FGTS eingesetzt werden soll. "Der gebundene Ganztag leistet einen hohen Beitrag zu Chancengleichheit, da es sich hier um ein kostenfreies Angebot handelt und für alle Kinder der Schule zugänglich ist. Auch wenn die Beitragszahlungen für die FGTS so gering wie möglich gehalten werden, so summieren sich die Kosten zusammen mit den Zahlungen für die Mittagsverpflegung, sodass auch diese Beitragsleistung eine Hürde für Familien mit geringem Einkommen darstellen kann," so die Landesvorsitzende Liliane Rosar-Ickler.

Zudem wird der Rechtsanspruch nicht dafür sorgen, dass alle Familien, die derzeit eine Ganztagsbetreuung wünschen, auch versorgt werden können, da dieser zunächst eingeschränkt gilt. Daher ist zu erwarten, dass es an einigen Standorten lange Wartelisten geben wird.

Generell wird es eine herausfordernde Aufgabe bleiben, die Nachmittagsangebote im Sinne eines qualitativ hochwertigen Ganztags bedarfsdeckend zu gestalten. Die Vorgabe, die Schließtage auf 20 Tage im Jahr zu reduzieren, verschärft dabei das ohnehin schon vorhandene Personalproblem. Dieses darf nicht durch eine Reduzierung des Anteils an pädagogisch ausgebildeten Fachkräften gelöst werden. "Perspektivisch brauchen wir mehr statt weniger Qualifikation im multiprofessionellen Team.

Die geplante Ausweitung von prekären Beschäftigungsverhältnissen lehnt die GEW entschieden ab. Das Ziel, die Ausbildungskapazitäten dahingehend zu erhöhen und Anreize für die Ergreifung der notwendigen Berufe zu schaffen, darf nicht aus den Augen verloren werden," so die Landesvorsitzende abschließend.