Zahl der BaFöG-Bezieher_innen gesunken

Die neuesten Zahlen des statistischen Bundesamts bestätigen, dass die Zahl der BAföG-Bezieher_innen um 5% gesunken ist. Diese Zahlen schließen Studierende und Schüler_innen mit ein. Bei den  ...

Studierenden bekommen lediglich rund 13% der Gesamtzahl Leistungen nach dem BaFöG.  Dies ist ein Tiefpunkt. Das jetzige BaFöG reicht schon lange nicht mehr, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu kompensieren. Insbesondere die stetig steigenden Mieten machen ein studentisches Leben in der Stadt immer schwieriger. Allein im letzten Jahr sind die Mieten in Saarbrücken um durchschnittlich 8,5% gestiegen.

Studierende arbeiten heute neben dem Studium meist durchgehend und nicht nur noch in den Semesterferien. Hinzu kommen Praktika und eine Prüfungsverdichtung seit der Einführung des Bachelor/Master-Systems. „Das BaFöG muss auch deshalb aufgebessert werden, da dies zu mehr Gerechtigkeit führt. Gerade Jugendlichen aus Nicht-Akademiker-Haushalten, muss es weiterhin möglich sein, eine Hochschule zu besuchen. Wer Leistungen in der Schule bringt und eine Zugangsberechtigung zu einer Hochschule erhält, darf nicht aus ökonomischen Gründen scheitern“, fordert Max Hewer, Sprecher der Jungen GEW und stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland.

Die GEW fordert daher ein eltern- und altersunabhängiges BAföG, welches auch einen automatischen Inflationsausgleich beinhaltet. Dies ist nicht nur gerechter, sondern verringert auch den bürokratischen Aufwand und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen.

Die GEW bezieht sich bei ihren Forderungen vor allem auf den alternativen Bafögbericht der DGB-Jugend.

Online unter:  http://jugend.dgb.de/++co++c37e8fc0-f1d4-11e6-8af5-525400d8729f