Unterstützung für belastete Schulen

Nach Ansicht der GEW Saarland sind die im Landeshaushaltsentwurf 2018 vorgesehenen Mittel für besonders belastete Schulen in sozialen Brennpunkten nicht ausreichend. Mit der Einrichtung von Haushaltstiteln...

bei Grundschulen und Gemeinschaftsschulen „Zuschüsse zu Projekten in besonderen sozialen Brennpunkten“ erkenne die Landesregierung erstmalig an, dass es besonders belastete Schulen gibt und diese dringend Unterstützung benötigen; die zur Verfügung stehende Summe von max. 400.000,- Euro für Gemeinschaftsschulen und Grundschulen reiche aber bei weitem nicht für eine wirksame Unterstützung der Schulen aus.

Mit den vorhandenen Mitteln sollen insgesamt 10 Schulen mit Zuschüssen in Höhe von ca. 40.000,- Euro in die Lage versetzt werden, die hohen Belastungen aufgrund der Lage in sozialen Brennpunkten abzufedern. Zudem solle eine wissenschaftliche Begleitung, die Wirksamkeit der von den Schulen gewählten Maßnahmen evaluieren und daraus ableitend Vorschläge für gezielte Unterstützung ableiten.

Die GEW kritisiert, dass die Zahl der Schulen, die davon profitieren können, viel zu gering ist und die Höhe der Mittel – im Schnitt ca. 40.000,- Euro pro Schule und Jahr, zu gering bemessen ist und vor allem, dass die Bewilligung zunächst mal nur für ein Jahr vorgesehen ist.

Die GEW LV Saarland fordert eine sozialindizierte Ressourcenzuweisung an die saarländischen Schulen. Gerade für Schulen in innerstädtischen Lagen mit ihren enormen pädagogischen Herausforderungen reichen die vorgehaltenen Ressourcen nicht aus. Für diese Schulen ist eine höhere Personalzuweisung erforderlich, die sich an den Besonderheiten des Einzugsgebiets festmacht. Zudem muss die Klassenmesszahl auf 25 Schüler_innen pro Klasse reduziert und standortbezogen angepasst werden. „Die in der aktuellen OECD-Studie „Auf einen Blick“ genannten Durchschnittswerte der Klassengrößen - im Primarbereich 21 Kinder pro Klasse, im Sekundarbereich etwa 24 Schüler_innen pro Klasse - bilden die Realität nicht vollständig ab, hier muss an den besonders belasteten Schulen aller Schulformen nachjustiert werden“, sagte Andreas Sánchez Haselberger, stellvertretender Landesvorsitzender der GEW, „wir brauchen verlässliche, langfristig angelegte Maßnahmen zur Unterstützung der Lehrkräfte an Schulen in sozialen Brennpunkten.“